Aquarell

Allen gemein ist die leichte, luftige und gern flüchtige Wirkung der Farben. Selten wird weiße Farbe verwendet, welche die Farben pastellig machen würde. Das weiße Papier ersetzt die weiße Farbe. Es wird dabei ausgespart oder abgedeckt. Gemalt wird stets von hell nach dunkel, vom Hintergrund in den Vordergrund. Typisch auch die Verwaschungen und das weiche Verlaufen von Flächen. Dabei wird sehr nass gemalt und das genaue Wissen über das Reagieren des Papiers ist Voraussetzung.

Aquarellmischtechniken:

•    Tuschezeichnungen laviert oder aquarelliert (coloriert)
•    Zeichnen mit Kreide, Aquarellstiften Rötel, Kohle oder Kreide
•    Dunkle Tusche oder weiße Farbe für Kontraste

Acryl

Die Acrylfarbe ist eine synthetische, ungiftige Farbe. Sie ist mit Wasser verdünnbar, trocknet zügig und hat eine starke, verklebende Eigenschaft. Die Farbe bleibt auch nach dem Trocknen elastisch. Gearbeitet wird von der Palette aus, mit groben, starken Borstenpinsel oder Synthetic -Borsten auf Malkartone, Malplatten, Leinwände oder starken Papieren.

Acrylmalereien bedürfen keines speziellen Schutzes. Um eine einheitliche Glanz/Mattwirkung der Farben zu erreichen, oder die Oberfläche gegen Verkratzen oder Verstauben zu schützen, wird gerne ein Transparentlack aufgetragen. 

Bei der Einrahmung empfehlen wir, das Bild passend zur Möblierung und zur Raumatmosphäre und natürlich zu den Farben und Strukturen des Bildes einzurahmen. Oft genügt eine einfache Leiste in weiß, schwarz, Silber oder natur, das die Leinwand umfasst und begrenzt. Ebenso oft werden aber Leinwände ohne Rahmen aufgehängt oder an die Wand gelehnt.

Acrylmischtechniken:

•    Aquarell / Gouache

Die Transparenz und eher weniger intensive Farben des Aquarells werden mit den stark deckenden, matten und oftmals sehr wirkungsvollen Farbschichten der Gouache verstärkt. 

•    Aquarell und Stifte, Kohle, Kreide, Tusche (auch laviert)

Um die oftmals flächige und dezente Wirkung des wässrigen Aquarells zu steigern und das Motiv oder die Aussage noch spannender zu gestalten, werden Konturen, Striche, Schraffuren in passenden Farben mit Stiften nachgezogen und verstärkt. Durchaus üblich ist der Einsatz von Tusche mit Tusche-Pinseln, Rohrfedern oder Zeichenfedern. Auch lichtbeständige Fineliner, Kohle, Farbkreiden und Aquarellstifte werden gerne verwendet. Dies kann nach dem Malen oder auch zwischen den einzelnen Farbschichten erfolgen. Das Aquarell wirkt damit oft dynamischer, wilder oder spontaner.

•    Tempera / Acryl

Hier wird die matte Oberfläche der Temperafarben mit der eher aggressiven und glänzenden Oberfläche des Acryls vermischt, um unterschiedliche Wechselwirkungen der einzelnen Farbflächen zu erzeugen. Auch das Nassmischen der Farben führt zu Aufbrüchen, Körnchen und Rissbildungen. Dies geschieht, weil sich Tempera - und Acrylfarben kaum vertragen.
 

•    Öl / Acryl/Tempera mit Stiften und Kreiden

sind beliebte, sehr wirksame und stilvolle Mittel. Nach oder zwischen den Malschichten werden mit Stiften (z.B. Lackmalstiften, Markern, Ölstiften, Röteln) und Kreiden (wie Aquarellkreiden, Pastell - und Ölkreiden) Konturen gezogen, Flächen schraffiert oder Akzente gesetzt. Dies ist oft einfacher als mit Pinsel und Farbe sowie sichtbarer und wirkungsvoller. Diese Striche sollten auch fixiert werden und hinter Glas gesetzt.

 

•    Öltechnik

Gemalt wird, indem der Künstler die Farbpasten aus der Tube auf eine Palette drückt. Diese Farbhaufen werden mit Terpentinöl, Malmittel oder selbst angerührten öligen Bindern verdünnt und auf den Maluntergrund aufgetragen. Da dicke Ölfarbenschickten schon mal einige Monate zum Trocknen brauchen, werden beim Malen oft Harze beigemischt, die das Trocknen wesentlich beschleunigen.

 

Die Leinwand ist der geeignetste Träger für Ölgemälde. Malkartone und Ölmalpapiere werden zwar auch verwendet, hier gibt es aber wegen der nachfolgenden Rahmung Probleme.